kultige Körner für zuhause

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ein physikalisches plopp

Warum macht das Popcorn denn nun dieses typisch vergnügte, aber doch leicht aggressive plopp? Der Puffmais entsteht ja im Prinzip durch eine kleine – aber durchaus eindrucksvolle – Explosion. Besonders in Zeitlupe betrachtet ist das sehr spannend zu betrachten. Zwar ist das Korn von außen betrachtet staubtrocken, doch setzt sich der

Puffmais aka das Popcorn

aus Stärke, Eiweiß und ein bisschen Öl zusammen. Zusätzlich ist jedoch noch ein geringer Wasseranteil in jedem Maiskorn vorhanden. Jetzt für die Physikstreber unter uns… Wenn der Puffmais erhitzt wird, verändern diese Bestandteile ihren Aggregatzustand von flüssig zu gasförmig. Da Wasserdampf deutlich mehr Raum benötigt als seine flüssige Form, dehnt sich das Korn. Im Klartext heißt das: Ab etwa 100 Grad Celsius beginnt sich die stärkehaltige Masse im Inneren des Korns immer mehr auszubreiten. Und wer in der Schule aufgepasst hat, weiß ebenso, dass sich Wasser bei Erhitzung ausdehnt. Wenn das Maiskorn zwischen 170 und 200 Grad erreicht hat, wird es schwach. In diesem verzweifelten Moment kann die tapfere Schale dem Druck nicht mehr standhalten: Die Hülle reißt auf, das Maiskorn explodiert und fliegt mit einem lauten Knall einfach überall und unkontrolliert durch die Gegend und das Wasser verdampft schlagartig. Mit großer Wucht wird weißer, getrockneter Stärkeschaum, an dem häufig noch ein goldgelber Rest der aufgeplatzten Schale klebt, herausgeschleudert. Die Stärke kühlt sich augenblicklich wieder ab, bildet die charakteristische Form und ta ta ta daaa Popcorn! Blöd ist nur, wenn die lustigen kleinen Maiskörner ein riesig großes Chaos in der Küche veranstalten. Sie lassen sich einfach nicht kontrollieren die Kleinen!

es war einmal..

Der hipster unter den Indiandern. Einige Amerikaner haben den Puffmais wohl erfunden - was vermutlich nur die halbe Wahrheit ist. In Wirklichkeit wurden Puffmaiskolben in alten Höhlen gefunden - essbare Fossilien? In einer frustrierten Minute – Beziehungsprobleme gab wohl damals schon – schmiss der Gute also einen Puffmaiskolben ins Feuer.

lasse den Frust verbrennen!

Augenblicke später war nun leider die ganze Höhle voller aufgepuffter Körner … Der nächste Stress war also vorprogrammiert. Man gut der lustige Mais, der bis jetzt nur Ärger brachte, hat gut geschmeckt. So konnten alle besänftigt werden und hatten ein ganzes Höhlen Haus voller Naschi. Was will man mehr… Die innovativen Indianer schmissen also weitere Maiskolben ins Feuer. Kontrolliert war das ganze Unterfangen jetzt zwar immer noch nicht, aber das Problem konnten sie leider nicht lösen. So ließen also die Menschen aus Nord- und Südamerika weiter Mais explodieren, feierten jedesmal eine fröhliche Popcorn-Party, um die lustigen Maiskörner dann zu essen. Manche von ihnen verliehen ihrer Kleidung damit einen Hauch von Haute Couture oder einfach ein hipster Image. Durchaus instagramtauglich, die Prioritäten lagen vermutlich damals schon auf Äußerlichkeiten. Fashion-Blogger incoming! Mit einem fröhlich lauten „Popp“ entsteht also seit Ewigkeiten Popcorn und ist damit scheinbar keine dieser neumodernen Erfindungen unserer Zeit.

erhitze Gemüter

Ab 200 Grad beginnt der Puffmais zu platzen und vervielfacht in diesem Vorgang sein Volumen. Aus ungefähr 80 Gramm Puffmaiskörnern bekommt man schon eine ordentliche Schüssel Popcorn für den gemütlichen Filmeabend zuhause.Doch das gewöhnliche Erhitzen auf dem Herd daheim hat so seine Tücken: Die

Probleme beginnen

schon bevor die Maiskörner überhaupt heiß genug zum aufploppen sind… Die Hitze ist da schon die erste Hürde. Zu niedrig eingestellt passiert Ewigkeiten gar nichts, Geduld lässt grüßen. Zu hoch einstellt, kann man gar nicht so schnell gucke, schon sind die Körner schwarz verkohlt. Der stinkende Qualm macht sich in der Küche breit, alles riecht verbrannt und die Maiskörner kann man nach dieser Aktion dann auch entsorgen. Hat man dann doch mal einen Glückstag erwischt und findet auf Anhieb die richtige Temperatur, folgt der nächste deprimierende Rückschlag in dem Moment, in dem die Körner 200 Grad erreicht haben und sie beginnen, ihre explosiven Saltos zu vollführen. Innerhalb von kürzester Zeit vervielfacht sich das Volumen und auch der größte Topf wird zu klein. Popcorn fliegt ganz dynamisch durch die ganze Küche, verteilt sich auf dem Herd, der Arbeitsplatte, auf dem Fußboden und in den hintersten Ecken. Alle Beteiligten explodieren ebenfalls nacheinander, während sie über den Boden krabbeln und das Popcorn aufsammeln, während die Körner im Topf weiter fröhlich vor sich hin ploppen und neues Chaos fabrizieren. Da hilft nur eines: Deckel schließen!

gehörige Sprungkraft

Ziemlich intelligente Menschen fanden heraus: Nicht das plötzliche Reißen der Schale oder der Aufprall nach dem Aufploppen ist die Ursache für das fröhlich laute oder aggressiv nervige Geräusch beim Popcorn machen, berichten Forscher im „Journal of the Royal Society Interface“. Vielmehr ist es das Wasser, welches in jedem Korn steckt. Bei der Herstellung von Popcorn löst der sehr sehr schnell entweichende Wasserdampf dann den Knall aus und verursacht das

„Plopp-Geräusch“

was jeder seit seiner Kindheit kennt. Aber, nice to know: Beim Aufreißen der Schale des Maiskorns entsteht an der Unterseite immer ein stärkehaltiges „Bein“. Dadurch ist das kleine Korn in der Lage, einen Salto mit unglaublichen und sehr beeindruckenden anderthalb Umdrehungen zu vollführen. Popcorn ist absoluter Kult! Schließlich sind die gepoppten Maiskörner definitiv viel gesünder als Schokolade oder Weingummi und obendrein noch so kalorienarm. Da freut sich doch jeder. Kein Kino ohne Popcorn. Mit dem Siegeszug des Kinos ab 1930 wurde Popcorn in den USA immer populärer. Heute findet man fast in jedem Kino der Welt eine Popcornmaschine, die rundum einen Einblick ins Geschehen durch Glasscheiben bieten. Alle Menschen von jung bis alt beobachten ganz genau, was bei der Zubereitung passiert. Ein fröhlich lustiger und faszinierender Anblick zugleich ist die Herstellung von Popcorn. Wenn im Eingangsbereich des Kinos das ploppen der Popcornmaschine in die Ohren und der süßliche Duft in die Nase dringt, bekommt man vor allem eins: Lust auf Popcorn, da wird der Film fast zur Nebensache. In Deutschland wird das Popcorn gerne süß genascht, in Amerika eher salzig und gebuttert. Darüber hinaus gibt es die lustige Süßigkeit für jeden Geschmack: nussig, schokoladig, vanillig, würzig und scharf pikant.